

Erfahrungsberichte
Jeder Mensch bringt seine ganz eigene Geschichte mit und genauso einzigartig zeigen sich auch neuromotorische Entwicklungsverzögerungen. Auch wenn die Herausforderungen von Familie zu Familie unterschiedlich aussehen, kann es unglaublich entlastend und motivierend sein zu lesen, dass andere ähnliche Wege gegangen sind und spürbare Fortschritte erleben durften.
Um diese wertvollen Einblicke zu teilen, habe ich Eltern gebeten, ihre persönlichen Erfahrungen während der Förderzeit aufzuschreiben. Viele von ihnen kannten den Ansatz der neuromotorischen Entwicklungsförderung vorher nicht umso eindrucksvoller sind ihre Beobachtungen und Entwicklungen, die Ihnen Mut machen sollen und Hoffnung schenken können.
Erfahrungsbericht der Eltern von Ben 9 Jahre…
Seit etwa einem Jahr arbeiten wir mit unserem 9-jährigen Sohn Ben nach der INPP-Methode und werden dabei von der neuromotorischen Entwicklungsförderin Karin Stauvermann begleitet. An Karin haben wir uns gewandt, weil unser Sohn schon seit langer Zeit unzufrieden ist und große Probleme in der Schule hat. Vor allem das Schreiben bereitet ihm erhebliche Schwierigkeiten. Insgesamt macht er oft einen innerlich unruhigen und angespannten Eindruck und hat oft große Probleme damit, sich selbst zu regulieren oder sinnvoll mit sich etwas anzufangen.
Bereits im Kleinkindalter, aber auch im letzten Kitajahr, war Ben häufig unausgeglichen, schnell überfordert und oft sehr wütend. Die Erzieherinnen waren damals ebenfalls unsicher und wussten nicht, wie sie mit seinem Verhalten umgehen sollten. Auch für uns als Eltern war diese Zeit sehr herausfordernd und kräftezehrend.
Von Anfang an fühlten wir uns bei Karin sehr gut aufgehoben. Sie ist äußerst einfühlsam, empathisch und begegnet sowohl uns als Eltern als auch unserem Kind stets auf Augenhöhe und mit einer durchweg positiven Haltung. Sie behält alle Termine zuverlässig im Blick und meldet sich immer wie abgesprochen. Besonders schätzen wir, dass sie regelmäßig nachfragt, wie die Übungen im Alltag funktionieren und wie es uns damit geht. Wir können uns jederzeit bei ihr melden und erhalten immer zeitnah eine Rückmeldung.
Karin erklärt uns alle Schritte sehr ruhig, verständlich und ausführlich. Auch unserem Sohn erklärt sie alles geduldig, klar und sehr kindgerecht, so dass er sich ernst genommen fühlt und gut mitarbeiten kann. Wenn etwas nicht ganz rund läuft, hat Karin stets gute Ideen und Anregungen, um kleine Anpassungen vorzunehmen. Ihre wertschätzende Art, ihre große Ruhe und ihr Fachwissen geben uns Sicherheit und Vertrauen in den gesamten Prozess. Wir sind sehr dankbar für ihre tolle Begleitung.
Nach etwa einem Jahr sind wir bei der fünften Übung des INPP-Programms angekommen. Wir haben die Übungen gut in unseren täglichen Alltag integriert und sind sehr dankbar dafür, dass wir Ben mit der richtigen Unterstützung immer wieder motivieren können. Auch in diesem Prozess ist Karin jederzeit ansprechbar. Sie gibt hilfreiche Tipps, wie sich Kleinigkeiten verändern oder anpassen lassen, und ermutigt uns gleichzeitig, dranzubleiben und nicht aufzugeben.
Inzwischen können wir deutlich wahrnehmen, dass Ben insgesamt sehr viel zufriedener wirkt als noch vor einiger Zeit. Er hat angefangen zu malen und entwirft immer wieder kleine Comics – etwas, das wir zuvor so nicht kannten. Auch im Alltag ist er spürbar entspannter, wirkt weniger angespannt und kann zunehmend besser mit sich selbst etwas anfangen. Das Schreiben bereitet ihm immer noch große Schwierigkeiten. Allerdings hat Karin uns von Beginn an darauf aufmerksam gemacht, dass der „dazugehörige Reflex“ erst nach ca. einem Jahr drankommt, weil bei Ben auch noch andere Reflexe dominieren, die zunächst nachreifen sollten.
Für uns ist es aber schon ein großer Fortschritt, dass Ben insgesamt zufriedener wirkt. Auch den Großeltern ist die positive Entwicklung aufgefallen.